Rethymno liegt ungefähr auf halber Strecke zwischen den beiden größten Städten Kretas: Heraklion und Chania. Nur die Rangliste passt von der Reihenfolge nicht, denn die Städte nach Größe sortiert sind: Heraklion, Chania und Rethymno.

Sandstrand auf Kreta
Ein toller Sandstrand … es gibt sogar noch einen

So ist Rethymno eine relativ große, wenn auch gemütliche Stadt. Es sprechen mehrere Gründe für die Bezeichnung „Traumstadt auf Kreta“. Hier finden wir schöne lange Sandstrände, einen tollen venezianischen Hafen und eine wunderschöne Altstadt.

Insbesondere am Abend herrscht reichlich Trubel. Dafür sorgen Bars, Discos und Restaurants. Aber schon am Nachmittag lohnt sich ein Bummel durch die Altstadt. Da ist es etwas ruhiger und sehr chillig!

Rethymno Altstadt
Noch mal schnell in die Altstadt gucken 🙂

Die Altstadt wird regelrecht von engen Gassen durchzogen. Alte Bauwerke aus der venezianischen Zeit fügen sich passend ein. Wer in Rethymno vorbeischaut, sollte es nicht bei „mal kurz gucken gehen“ belassen, sondern sich Zeit nehmen. Die einheimische Küche ist Pflicht!

Es sind gerade die kleinen, einheimischen Geschäfte, die zum Ausprobieren verleiten. Die regionalen Köstlichkeiten müssen in den kleinen Geschäften gekauft werden. Auch ein Muss!

Altstadt von Rethymno
schöne Altstadt

Wer durch die Stadt läuft, wird sicher keine Sehnsucht nach den Fertigprodukten im Supermarkt haben.

Fortezza – die alte Festung von Rethymno

Fortezza ist ein Must see! Die alte Festung steht auf dem Paleokastro Hügel und zeigt sich hinter dem Westen der Altstadt. Es ist eine venezianische Festung, welche von außen recht unscheinbar erscheint, aber wirklich gigantisch groß ist. Die Festung wurde zwischen 1573 und 1580 gebaut, um die Stadt vor den einfallenden Osmanen zu schützen. Die ganze Festung ist umgeben von einer langen Mauer. Auch für den Besuch der Fortezza gilt: Zeit nehmen und die Mauer ablaufen!

Meer bei Rethymno
Blick von der Festung aufs Meer

Gerade bei schönem Wetter ist der Blick aufs Meer und die Stadt wirklich herrlich!

Dabei ist die Stadt nur an einer Seite zu erkennen, der Rest ist ein wunderbarer Blick auf das schöne blaue Mittelmeer. Gleich hinter dem Eingang, also ein paar Schritte zu Fuß, kommen wir zum ehemaligen Amphitheater, welches mit ein paar Sitzplätzen aus Plastik ergänzt wurde. Dennoch ist es ein ganz besonderes Flair, welches die Aufführung zu einem Fest mit tollem Hintergrund macht.

Amphitheater in der Fortezza
Das Amphitheater mit toller Kulisse

An der Festung von Rethymno spiegelt sich eindrucksvoll die Geschichte Kreta’s wieder. Hier wüteten erst die Byzantiner, danach die Venezianer. Aber auch Araber und Osmanen eroberten Kreta. Wegen des osmanischen Einflusses ist im venezianischen Baustil noch etwas Anderes zu finden: Als die Osmanen die Insel eingenommen hatten, bauten Sie mal schnell eine Moschee. Diese ist heute als Sultan Ibrahim Moschee gut zu erkennen. Es gibt aber nicht nur eine Moschee in der Stadt.

Moschee in der Fortezza
Eine Moschee im venetianischen Bau

Denn beim Bummel durch die Altstadt stoßen wir wieder auf eine Moschee, die Neratze Moschee. Dabei handelt es sich um eine ehemalige Kirche, die von den Osmanen in eine Moschee umgewandelt wurde. Die Neratze Moschee ist heute eine Musikschule.

Während unserer Reise in die Vergangenheit, nimmt unser Auge die typisch, kretanische Landschaft wahr. Zwischen den alten Festungsmauern zieren Palmen und Kakteen das weiße Kalkgestein zwischen den grünen Wiesen.

Kanonen in Rethymno
Schwere Relikte aus den turbulenten Zeiten

Die Fortezza von Rethymno erstreckt sich über ein relativ großes Areal. Alte Kanonen liegen wie festgetackert auf dem Boden, da wird uns erstmal klar, wie schwer diese Teile waren.

Der venezianische Hafen

Ein Bummel zum alten Hafen wird sicher noch mehr Urlaubsfeeling wecken. Das kommt ganz schnell!

Obwohl der Hafen im November ziemlich idyllisch und entspannt ist, liegen ein paar Boote an, die für eine Sightseeing-Tour gebucht werden können. Unabhängig davon zeigt sich ein wirklich tolles und ruhiges Flair. Es ist genau der Charme, den wir aus der Mittelmeerregion gewöhnt sind. Yachten liegen im Hafen, aber auch kleine und große Fischerboote schaukeln gemütlich am Kai.

Hafen von Rethymno
Der Hafen ist besonders toll

Natürlich gibt es drumherum reichlich Restaurants, die meisten davon mit Meerestieren, also Fisch, Muscheln und Hummer.

Der Leuchtturm von Rethymno

Für den Hafen nicht weniger charakteristisch, sehen wir schon von weitem den Leuchtturm von Rethymno.

Es ist der zweitgrößte, noch vorhandene Leuchtturm auf Kreta.

Der blinkende Turm wurde von den Ägyptern errichtet. Gebaut wurde 1830, als Kreta von den Osmanen an die Ägypter übergeben wurde. Auf dieser Insel hat aber wirklich jeder mitgemischt. Denn 1821, als die Freiheitskämpfe auf dem griechischen Festland begannen, erhoben sich auch die Kreter. 1824 wurden Sie leider von ägyptischen Truppen niedergeschlagen.  Übrigens befindet sich der größte ägyptische Leuchtturm Kreta‘s in der ehemaligen Hauptstadt Chania.

Leuchtturm von Rethymno
Der Leuchtturm wurde von Ägyptern gebaut

Es gibt zwei Wege zum Leuchtturm: oben und unten!

Wer ein wenig Abenteuergeist im Blut hat, spaziert auf der Mauer zum Leuchtturm, welche den Hafen umgibt. Aber aufpassen: Die Treppen sind nicht besonders vertrauenserweckend. Obwohl die Stufen fest und stabil sind, fehlt der Handlauf bzw. ein Geländer. Es gilt folgende Reihenfolge von Bar und Leuchtturm: Erst der Leuchtturm, dann der Ouzo!Wer vorsichtig läuft und etwas Acht gibt, hat sicher Freude und Spaß am Klettern. So schlimm ist es ja nicht. Wer sich nicht traut, kann natürlich auch zum Leuchtturm spazieren. Unten an der Mauer entlang.

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